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Meine Top 5 Filme für den Winter – 2025 Edition

Der Herbst ist vorbei, die bunten Blätter weichen kahlen Zweigen und es wird immer kälter und nasser und dunkler. Das ist die perfekte Zeit für gemütliche Filmabende! Welche Serien mich durch den Herbst begleiten, habe ich vor einiger Zeit in diesem Beitrag erzählt. Heute soll es deshalb um 5 Filme für den Winter gehen, die entweder super zur Jahreszeit passen oder für mich aus anderen Gründen in den Winter gehören. Am Ende gibt es noch ein paar Honorable Mentions.

Welche sind denn deine Lieblingsfilme für den Winter?

Inhalt: Meine Top 5 Filme für den Winter – 2025 Edition

Mr. und Mrs. Smith (2005)

1Die DVD von Mr. und Mrs. Smith ist eine der wenigen, die meine Schwester sich gekauft hat, als sie eine intensive Angelina-Jolie-Phase hatte. Ich glaube, ich habe den Film mehr genossen als sie. Der clevere Schlagabtausch, verbal und mit Fäusten – oder Schusswaffen – hat mich einfach total eingefangen. Es ist ein typischer Actionfilm ohne zu viel Tiefgang, mit dem man einfach super abschalten kann. Ich glaube, ich verbinde diesen Film nur aus Nostalgiegründen mit dem Winter: weil das die Jahreszeit ist, in der ich am längsten drinnen und damit in Reichweite des DVD-Players war.

Mr. und Mrs. Smith dreht sich um Ehepartner, die ohne das Wissen des jeweils anderen für rivalisierende Geheimorganisationen tätig sind. Eines Tages werden sie aufeinander angesetzt, um die Konkurrenz auszuschalten – denn sein Chef bzw. ihre Chefin haben herausgefunden, dass sie ein Paar sind und dadurch die jeweiligen Geheiminformationen eventuell gefährdet sein könnten.

Es folgen ein eskaliertes Abendessen und eine Schlacht durchs Haus, bei der viele kreative Waffenverstecke offenbart werden und nicht nur die Einrichtung zu Bruch geht, eine internationale Verfolgungsjagd und viele humorvolle Streitereien, bei denen endlich einmal gesagt wird, dass man die neuen Vorhänge oder das andere Auto nicht leiden kann. Es gibt scheinbar unendliche Magazine, clevere Gadgets, die an James Bond denken lassen, und ein paar Sidekicks, die ernstere Momente auflockern.

Heartland – Der Film (2010)

2Die Serie Heartland. Paradies für Pferde habe ich während meines Studiums entdeckt und bin aus allen Wolken gefallen als ich bemerkte, dass sie auf der gleichnamigen Romanreihe basiert, die ich als Teenager gelesen habe. Ich hatte ja keine Ahnung, dass die Bücher verfilmt wurden! Außer mir kannte doch scheinbar niemand die Reihe, die es inzwischen nicht einmal mehr (als Neuware) zu kaufen gibt!

Ich war nie ein Pferdemädchen. Ich habe als Teenager versucht, reiten zu lernen, aber das war einfach nichts für mich – ich fühlte mich total machtlos und irgendwie ausgeliefert da oben. Als Kind wurde ich mal von einem Pony gebissen und das habe ich ihm immer noch nicht verziehen. Ich habe einen Heidenrespekt vor diesen Tieren – und deshalb genieße ich sie lieber in sicherem Abstand durch den Bildschirm als aus nächster Nähe.

Die Serie handelt von dem beispiellosen Geschick eines Mädchens im Umgang mit traumatisierten Pferden (und Tieren generell), als dieses plötzlich in die großen Fußstapfen ihrer verstorbenen Mutter treten muss. Ein Pferd nach dem anderen heilt Amy nicht nur mit den natürlichen Methoden ihrer Mutter, sondern auch durch ihre reine Sturheit und den Rückhalt ihrer Familie und Freunde. Mit der Zeit entwickelt sich aus der kleinen Farm ein größerer Betrieb und die zwei Schwestern mit ihrem Großvater finden nach und nach eine richtige Großfamilie.

In diesem Weihnachtsfilm, der zeitlich zwischen den Staffeln 4 und 5 einzuordnen ist, muss Amy mit ihrem Freund eine Herde Wildpferde retten, die von einer Lawine eingeschlossen wurde und in Gefahr ist, weiter verschüttet zu werden. Dazu kommt Familiendrama zuhause und am Ende, natürlich, ein gelungenes Weihnachtsfest mit Happy End.

In guten wie in schweren Tagen (2001)

3Der Film, mit dem alles begann: Meine Liebe zu Bollywood und Musikfilmen im Allgemeinen, der Wunsch, Hindi zu lernen, und generell meine Faszination für Sprachen. Und meine DVD-Sammlung.

Das erste Mal habe ich als Jugendliche In guten wie in schweren Tagen gesehen, als ich mir eine DVD von meiner Cousine auslieh. Das Cover war so schön … Mir war da gar nicht klar, welche Tür ich damit in meinem Leben aufstoßen würde! Ein paar Jahre später habe ich tatsächlich vorübergehend als Nebenfach im Studium Indologie gewählt, um Kultur und Sprache noch besser kennenzulernen – Bollywood-Filme wie dieser zeigen ja doch eine etwas verklärte Darstellung der Realität. Inzwischen ist meine Sammlung etwas gewachsen und dieser Film wurde von Yeh Jawaani Hai Deewani (Lass dein Glück nicht ziehen) als mein Lieblings-Bollywoodfilm abgelöst. Der Film In guten wie in schweren Tagen ist inzwischen pure Nostalgie für mich, weil er den Anfang gemacht hat.

Die Geschichte handelt von dem Millionärssohn Rahul, der sich in die quirlige Anjali aus einem armen Viertel verliebt. Durch verschiedene Zufälle kreuzen sich ihre Wege immer wieder, wodurch die Gefühle wachsen und die beiden trotz der Ablehnung durch Rahuls Eltern schließlich heiraten. Das bringt das Fass zum Überlaufen und Rahuls Vater verstößt seinen Sohn mitsamt der neuen Ehefrau. Das Paar wandert mit Anjalis jüngerer Schwester Pooja nach England aus. Jahre später versucht Rahuls jüngerer Bruder herauszufinden, was damals wirklich passiert ist, und seine Familie wieder zusammenzuführen. Zusammen mit Pooja heckt er einen Plan aus, um seine Eltern nach England zu locken und seinen inzwischen leicht verbitterten Bruder wieder für die Heimat zu erweichen.

In guten wie in schweren Tagen lebt von den tollen Song- und Tanzeinlagen, aber vor allem von den sehr emotionalen Momenten. Gleichzeitig gibt es witzige Szenen und neben den manchmal eher altmodisch erscheinenden indischen Traditionen auch sehr moderne, westliche Handlungselemente („sehr modern“ für die frühen 2000er). Dieser Film ist für mich perfekt dafür geeignet, den grauen Winter draußen vor dem Fenster für dreieinhalb Stunden zu ignorieren und mich in die Musik und die Gefühle fallen zu lassen.

Der Klang des Herzens (2007)

4Apropos Musikfilme: Ich kann inzwischen nicht mehr zählen, wie oft ich Der Klang des Herzens gesehen habe! Ich glaube, es war an meinem 14. Geburtstag, als ein Freund zum Filmabend diese DVD mitbrachte.

Die Besetzung kann sich sehen lassen: Freddie Highmore kannte ich zum Beispiel aus Charlie und die Schokoladenfabrik, Jonathan Rhys Meyers war mir damals eher aus Kick it like Beckham! ein Begriff als aus Die Tudors und Robin Williams (Mrs. Doubtfire, Good Morning, Vietnam) verkörpert wieder einmal eine exzentrische Person. Dazu kommen noch viele weitere bekannte Namen, die mir damals aber noch nichts sagten. Stattdessen entdecke ich noch heute Gesichter in anderen Filmen und Serien und denke mir „Oh, der*die war doch in Der Klang des Herzens!“ Ein paar Namen: Keri Russell (Mission: Impossible III, The Americans), Alex O’Loughlin (Moonlight, Hawaii Five-0), Terrence Howard (Iron Man), Leon Thomas III. (Victorious) und William Sadler (Eagle Eye, Iron Man 3, Roswell).

Der Klang des Herzens dreht sich um den elfjährigen Evan, der aus einem Waisenhaus abhaut in der Überzeugung, dass seine Eltern noch leben und er sie nur finden müsse. Dabei folgt er seinem Instinkt, der ihn immer wieder zur Musik führt. Darin hat er scheinbar ein großes Talent, was nicht nur von Menschen bemerkt wird, die ihm Gutes wollen. Zwischendurch gibt es kurze Szenen seiner Eltern, die nichts von ihrem suchenden Sohn ahnen aber wissen, dass ihnen etwas fehlt.

Nicht nur ist die schauspielerische Leistung meiner Meinung nach gut, sondern auch die Filmmusik selbst erzeugt bei mir immer wieder aufs neue Gänsehaut. Ich habe jetzt beim Schreiben wieder zwei besondere Szenen vor Augen, in denen Evan völlig in der Musik seiner Umgebung versinkt und auf clevere Weise den Zuschauenden gezeigt wird, dass das, was wir oft als Krach oder unbedeutend wahrnehmen, auch ganz anders interpretiert werden könnte. Der Soundtrack ist richtig gut! Er wurde sowohl für einen Grammy als auch einen Oscar nominiert, wenn er auch nicht gewonnen hat.

Kritiker schätzen Der Klang des Herzens trotz der eher positiven Bewertungen als Kitsch ein und ja, dem kann ich nicht ganz widersprechen. Realistisch finde ich die Handlung auch nicht unbedingt, dafür kommen einfach zu viele glückliche Zufälle zusammen. Für einen kalten Herbst- oder Wintertag auf dem Sofa mit einer Packung Taschentücher in Reichweite ist es trotzdem der ideale Film für mich, um meine Realität eine Weile auf Eis zu legen und den Gefühlen freien Lauf zu lassen. Die DVD habe ich mir vor Jahren selbst gekauft und seitdem nie wieder hergegeben.

Wer mal so richtig weinen möchte (Aber gute Tränen!) oder einfach nur einen Film mit Starbesetzung und einem tollen Soundtrack sehen mag, der*die sollte nach Der Klang des Herzens Ausschau halten.

The Day after Tomorrow (2004)

5Ich gestehe: Wann ich The Day after Tomorrow das erste Mal gesehen habe, weiß ich gar nicht mehr. Nach dem Film 2012 hatte ich eine richtige Katastrophenfilm-Phase (damals habe ich auch Klassiker wie Twister zum ersten Mal gesehen.) und dieser Film von Roland Emmerich fällt wohl eindeutig in diese Kategorie: Furchtbare Klimaereignisse, menschliches Versagen, aber auch menschlicher Mut und das Überschreiten der eigenen Grenzen zum Wohl anderer sind wichtige Elemente dieses Films, der die globale Erwärmung und deren Konsequenzen als Hauptthema hat.

Für mich ist der Winter die perfekte Zeit, um The Day after Tomorrow zu schauen, weil im Film so viel mit Kälte und Eis gearbeitet wird, sodass eine Decke eigentlich zur DVD mitgeliefert werden müsste.

Die Kritiken zu The Day after Tomorrow sind durchwachsen. Ich persönlich genieße diesen Film genauso, wie ich auch die ersten paar Fast and Furious Filme genieße: solange man nicht zu sehr auf wissenschaftliche Nachweise oder Logik pocht und die Dinge einfach als das nimmt, was sie sind (filmische, also oft dramatische Umsetzung der Ideen einiger kreativer Köpfe mit optisch oft spannenden Szenen und beeindruckenden Bildern – und in diesen beiden Fällen mit sehr viel Action), dann kann man eine richtig gute Zeit mit diesen Filmen haben. Und sich im Nachhinein in die Recherche stürzen, was genau vielleicht übertrieben oder einfach falsch dargestellt wurde.

K-Pop Demon Hunters (2025)

Da die meisten Filme auf dieser Liste schon etwas älter sind (ganz offensichtlich werde auch ich in der kalten Jahreszeit Opfer von Nostalgieanfällen), möchte ich an dieser Stelle einen neuen Film erwähnen: K-Pop Demon Hunters habe auch ich dieses Jahr geschaut und mit Freude all die Details bemerkt, mit denen der Film bestückt wurde. Nicht nur südkoreanische Kultur und Mythologie, sondern auch Elemente der K-Pop-Industrie wurden super umgesetzt und benennen stellenweise sehr deutlich einzelne Probleme, ohne gleichzeitig den Charme zu verlieren.

Am besten gefallen mir jedoch der Animationsstil, der Hoffnung gibt auf positive Veränderungen in zukünftigen Animationsfilmen, und die Darstellung der weiblichen Hauptfiguren – nämlich als Menschen, nicht als „male-gaze-Objekt“. Ein weiterer Pluspunkt: Die Macher*innen haben sich deutlich gegen eine Realverfilmung ausgesprochen! (Warum das für mich etwas Gutes ist, ist Stoff für einen eigenen Beitrag!) Auch der Soundtrack selbst ist echt klasse.

Ein paar Worte zur Handlung: Rumi, Zoey und Mira bilden die K-Pop-Gruppe Huntr/x, die in der Öffentlichkeit mit ihrer Musik an die Spitze der Charts rast, aber im Geheimen auch noch gegen Dämonen kämpft. Mit ihren Stimmen und der Liebe ihrer Fans bilden sie den Honmoon, eine Art Deckmantel, der die Menschheit vor den dunklen Mächten der Unterwelt schützen soll. Plötzlich taucht die rivalisierende Boy Group Saja Boys auf, die, bestehend aus Dämonen, den Mädchen ihre Macht – ihre Fans – rauben wollen. Einer der Dämonen findet heraus, dass Rumi insgeheim zum Teil Dämonin ist, und ab da nimmt das Abenteuer seinen Lauf.

Harry Potter und der Stein der Weisen (2001)

Ich würde heute niemandem mehr empfehlen, das Universum Harry Potter und seine Schöpferin irgendwie finanziell zu unterstützen – dazu zählt auch das Streaming von Filmen und Hörbüchern. Wie schön, dass es den Gebrauchtwarenhandel gibt oder die Möglichkeit, Dinge auszuleihen!

So wie Gilmore Girls zum Herbst passt, gehört der erste Harry Potter Film für mich zum Winter. Ich schaue ihn nicht jedes Jahr, aber wenn es eine Jahreszeit gibt, in der ich ab und zu Lust auf das erste Zauberabenteuer des britischen Dreiergespanns habe, dann ist es der Winter. Deshalb ist Harry Potter und der Stein der Weisen eine honorable mention wert.

Falls jemand mit der Geschichte nicht vertraut ist: Harry wächst unter Menschen auf und erfährt an seinem elften Geburtstag, dass er magische Fähigkeiten hat und auf ein Zauberinternat gehen kann. Dort erlebt er nicht nur das erste Mal echte Freundschaft, sondern auch lebensbedrohliche Abenteuer, die ihn auf die Spuren seiner Eltern und eine lange Reise voller Herausforderungen führen. Jedes Schuljahr startet im Herbst, sodass der Winter filmisch oft sehr eindrucksvoll dargestellt wird.

Fazit

Am Ende dieses Beitrags fällt mir auf, wie viele der hier aufgelisteten Filme Musik als Hauptmerkmal haben. Selbst die Filme, die sich nicht um Musik drehen, haben einen großartigen Soundtrack. Und sie alle sind top dafür geeignet, abzuschalten und sich in eine andere Welt fallen zu lassen, voller Abenteuer, Action, Emotion und familiären Zusammenhalt – herzerwärmend, wenn man so möchte.

Ich für meinen Teil habe beim Schreiben dieses Beitrags so richtig Lust bekommen, die Heartland-Serie noch einmal ganz von vorne anzufangen und auch in The Day after Tomorrow eher früher als später noch einmal hineinzuschauen – denn in meiner Erinnerung verschwimmt er ein bisschen mit dem Film 2012. Auch Der Klang des Herzens ist auf meiner mentalen „das muss ich unbedingt mal wieder gucken“-Liste ein paar Positionen nach oben gerutscht. Hach, der Winter ist für mich einfach DIE Jahreszeit der Filme! ☺️

Dieses Bild beendet den Beitrag über meine Top 5 Filme für den Winter 2025. Es zeigt den Schriftzug "Filme für den Winter 2025" in den Farben Gelb und Hellblau vor einem Hintergrundfoto. Dieses zeigt den Blick durch eine an den braunen Rippen beschlagene Fensterscheibe nach draußen. In der linken unteren Bildecke sieht man eine schwarz-weiße Filmklappe mit dem Schriftzug "movies".

Ein Kommentar

  1. […] In dem Beitrag über Winterfilme letzte Woche hatte ich es schon angedeutet: ich mag – neben vielen anderen Genres – auch Action- und Katastrophenfilme. Arrival fällt in die Kategorie Science Fiction und durch die starke Militärpräsenz wohl auch in die Kategorie Action, beinhaltet aber noch so viel mehr. […]

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