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[Rezension] Die Sache mit Callie und Kayden

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(Original-) Titel: The Coincidence of Callie and Kayden, Book 1. 
Deutsche Übersetzung: Die Sache mit Callie und Kayden
Autorin: Jessica Sorensen
Verlag: Heyne Verlag
Format: Kindle Edition
Erschienen: März 2010
Seitenzahl: 384 
Preis: 7,99 € (Amazon)

Wenn man etwas Schlimmes erlebt hat, kann man die Erinnerung daran nur schlecht abschütteln. Wenn etwas so ähnlich klingt, riecht, schmeckt, aussieht oder sonst in irgendeiner Weise der Situation ähnelt, in der man sich damals befunden hat, tritt alles, was man bisher so erfolgreich unterdrückt hatte, wieder an die Oberfläche. Damit kommt man klar.

Wenn man aber etwas sehr Schlimmes, etwas Grauenvolles erlebt hat, dann kommt man nicht darüber hinweg. Man wird den Rest seines Lebens geplagt. Von der Angst, es könnte wieder passieren.

In dieser Situation befindet sich Callie, als sie ihre Collegezeit beginnt. Sie hat bereits vor Jahren ihr Leben vollkommen umgekrempelt, um weiterleben zu können. Sie ist auf einem Weg der Besserung. Doch dann ist da Kayden. Auch er hat Schreckliches erlebt. Erlebt es noch. Was wird wohl passieren, wenn diese beiden völlig erledigten und mental ermüdeten Menschen aufeinandertreffen? Wird es eine große Explosion der Gedanken und Gefühle, des Schmerzes geben, werden sie sich gegenseitig das Herz ausschütten, oder werden sie eine eisige Mauer des Schweigens aufbauen?

Das erfahrt ihr in „Die Sache mit Callie und Kayden“, dem ersten Band von Jessica Sorensen. Ich habe ihn in einer Nacht verschlungen, denn ich konnte das Buch einfach nicht beiseite legen. Morgens um vier habe ich dann doch mal die Augen zugemacht – schließlich hatte ich die letzte Seite endlich gelesen. Ich nehme an, es sagt schon einiges über die Qualität der Geschichte aus, wenn man sie nicht unterbrechen kann, sei es auch nur zum Schlafen. Ich bin restlos begeistert.

Es ist nicht einfach nur eine Liebesgeschichte, es ist aber auch kein platter Kriminalroman. Diese Sache ist ein bisschen von beidem, in einer wirklich guten Mischung.

Immer mal wieder tauchen Gedanken auf, in denen nach und nach deutlich wird, was das Schlimme ist, das Callie wiederfahren ist, und in welchem Schlamassel sich Kayden befindet. Immer wieder finden die beiden einen Draht zueinander, der immer wieder durch einen dieser Gedanken zerschnitten wird. Immer wieder möchte man als Leser in das Buch schlüpfen. Und immer wieder – eigentlich immer – ist da diese unglaubliche Lebensfreude trotz der traurigen und grausamen Vergangenheit, die uns als Leser stutzen lassen. Ist das wirklich möglich? So ein beinahe glückliches Leben zu führen, wenn man so eine Geschichte hat wie Callie und Kayden? Ich hoffe es. Sehr.

Von mir bekommt dieses Buch 5 von 5 Punkten.

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  1. Hey,

    ich hab schon einiges von der Geschichte und auch der Autorin gehört, ich konnte mich aber nie dazu durchringen eines ihrer Bücher mal auf die Wunschliste zu setzen.

    Es klingt ja alles schon sehr dramatisch, so sehr, dass ich schon gleich skeptisch bin und das Gefühl habe es könnte zu viel des Guten sein.

    Ich denke, ich werde das Buch aber dennoch mal auf meine Wunschliste setzen. So wenig mir das Buch nach der ersten Hälfte deiner Rezension gefallen hat, so gut gefällt es mir nach der zweiten Hälfte.

    Mal schauen ob ich irgendwann Gelegenheit zum Lesen habe.

    Grüße,
    Julia

    • Ich bin rein zufällig in der Onleihe darauf gestoßen und habe es nur gelesen, weil immer alle davon geredet haben. 🙂 Und dann für gut befunden…
      Die erste Hälfte des Buches ist auch nicht soo toll, man braucht schon eine Weile, um sich an die Geschichte zu gewöhnen. Aber dann liest man durch, bis Alle. Geht nicht anders. 🙂

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