Zum Inhalt springen

Schlagwort: Bilderbuch

Rezension: Die Stille im Bauch des Wals | Xin Li

etwa 12 Minuten Lesezeit

In der Buchhandlung war ich über Die Stille im Bauch des Wals gestolpert. Ein Bilderbuch, das – so mein Eindruck – nicht ein abenteuerlustiges, energiegeladenes, lautes Kind in den Vordergrund stellt, sondern endlich einmal ein stilles Kind mit einem Bedürfnis nach Ruhe zu Wort kommen lässt. Das musste ich einfach lesen.

Diese Rezension ist ein wenig länger geworden als erwartet, weil ich zur Erklärung meiner wenigen Kritikpunkte sehr genau sein wollte.

Worum geht es in Die Stille im Bauch des Wals?

Emmas Welt ist laut und hektisch. Sie träumt von einem stillen Ort ganz für sich allein. Als sie von einem Blauwal liest, dessen Herz so groß ist, dass ihr Papa darin stehen könnte, hat sie eine Idee: Sie baut ein Boot und sticht von ihrem Schlafzimmer aus in See. Im Inneren des Wals findet Emma Ruhe. Doch plötzlich taucht ein Eindringling auf. Der Junge möchte mit Emma Zeit verbringen und Abenteuer erleben.
Schafft Emma es, ihre Gefühle in Worte zu fassen? Und finden die beiden einen Weg, aufeinander zuzugehen?
Ein herzerwärmendes Bilderbuch für Kinder ab 4 Jahren über eine ungewöhnliche Freundschaft und das Finden der eigenen Stimme!

Quelle: Verlag

Kommentar hinterlassen

Rezension: Sulwe | Lupita Nyong’o

5 Minuten Lesezeit

Auf Instagram bin ich über Sulwe gestolpert, als der Verlag viel Werbung mit der durch den Kinofilm Black Panther berühmten Autorin gemacht hat. Und ich war neugierig, wie die Thematik „ich bin ein Schwarzes Kind und werde deshalb diskriminiert“ in eine kindgerechte Geschichte verpackt würde.

Als mein Neffe noch klein war hatte ich erstmals einen persönlichen Bezug zu dem Thema und mir fiel auf: Ja, tatsächlich gibt es vergleichsweise sehr wenige Kinder- und Jugendbücher mit Schwarzen Figuren oder BIPoC auf dem Cover, geschweige denn als Hauptfiguren. Das war nichts wirklich etwas grundlegend Neues für mich, aber mein privates Interesse daran hat meinen Blick darauf doch etwas geschärft.

Inzwischen gehört das große Poster, das als Beilage im Buch war, meiner Nichte und ich habe endlich Worte gefunden, um dieses tolle Bilderbuch zu beschreiben.

Worum geht es in Sulwe?

Sulwes Haut ist mitternachtsfarben. Sie ist dunkler als alle in ihrer Familie. Sie ist auch dunkler als alle Kinder in ihrer Schule und wird ausgegrenzt. Deshalb träumt Sulwe von einer helleren Haut: Sie will so schön und strahlend sein wie die Farbe der Morgendämmerung oder des Mittagslichts. Aber weder der allergrößte Radiergummi, noch Schminke oder helle Lebensmittel helfen gegen die Dunkelheit ihrer Haut. Doch dann träumt sie von den Schwestern „Tag“ und „Nacht“ und erfährt mehr über die verschiedenen Nuancen und Schattierungen von Schönheit. Am nächsten Morgen strahlt Sulwe vor Glück und Selbstbewusstsein: Sie ist dunkel und schön, strahlend und stark. Wie die Nacht.

Die berührende Geschichte ermutigt Kinder nicht nur zu mehr Selbstliebe, sondern auch zu mehr Toleranz und einem respektvolleren Umgang miteinander!

Kommentar hinterlassen

Rezension: Moor Myrte und das Zaubergarn | Sid Sharp

6 Minuten Lesezeit

Ich hatte große Hoffnungen auf Moor Myrte und das Zaubergarn, und ein wichtiger Punkt wurde auch erfüllt. Aber ich wurde leider überwiegend enttäuscht. Aber lest selbst.

Worum geht es in Moor Myrte und das Zaubergarn?

Im Moor, im wirklich finsteren Wald, lebt die unheimliche Moor Myrte, die jeden in eine Fliege verwandelt, der die Natur nicht respektiert. Die gutherzige Beatrice gewinnt ihr Vertrauen und bekommt von ihr ein magisches Garn, mit dem sie für ihre mürrische Schwester einen wärmenden Pullover stricken kann. Doch Magnolia interessiert nicht der Pulli, sondern nur der Profit, der sich aus dem magischen Garn schlagen lässt. Schamlos beutet sie ihre Schwester und die ihr helfenden Spinnen aus, bis … bis die Quelle für die Produktion jäh versiegt.

Quelle: Verlag

1 Kommentar

Rezension: Ich zeig dir meine Welt. Entdecke, wie wir Kinder leben (Nicola Edwards, Andrea Stegmaier)

Diese Rezension war Teil meines Studiums, weshalb sie etwas anders klingt als sonst. Hoffentlich gefällt sie euch trotzdem!

Worum geht’s?

Komm mit in die Alltagswelt der Kinder dieser Erde!
Wo essen die Kinder Fisch zum Frühstück? Wo schlafen sie in einer Hängematte und wo auf einem gemauerten Ofen? Wie sagt man »Bitte« auf Samoanisch und »Danke« auf Griechisch? Wo fahren die Schüler mit einer Drahtseil-Rutsche in die Schule? Und wo spielen die Kinder am liebsten »Fang den Drachenschwanz«?

Unsere Gesellschaft ist geprägt von Vielfalt, besonders durch verstärkte Migration. Kinder erleben schon in Kita, Kindergarten und Grundschule viele unterschiedliche Menschen mit diversen Gewohnheiten und Kulturen. Ich zeig dir meine Welt von Nicola Edwards und Andrea Stegmaier bietet eine tolle Hilfestellung beim Überwinden von Verwirrung oder Berührungsängsten und weckt ganz nebenbei die Neugier auf andere Kulturen.

Kommentar hinterlassen

Rezension: Glitzer für alle! (Milena Baisch, Eefje Kuijl)

Diese Rezension war Teil meines Studiums, weshalb sie etwas anders klingt als sonst. Hoffentlich gefällt sie euch trotzdem!

Worum geht’s?

Paul findet im Kindergarten eine Glitzerkrone. Aber sein Freund Tarek meint, dass nur Mädchen mit Glitzersachen spielen. Was passiert denn wohl, wenn es ein Junge trotzdem macht? Vielleicht gibt es eine Explosion? Oder er verwandelt sich in einen Glitzerstern? Paul und Tarek sind mutig und probieren es aus, selbst wenn die anderen lachen. Und da traut sich auch Tilly was: Sie verteidigt Paul und Tarek! Denn natürlich sind auch Mädchen mutig und stark!

Rosa ist für Mädchen, Jungen lieben Blau – Klischees wie diese sind in unserer Gesellschaft fest verankert. Dieses Kinderbuch von Milena Baisch und Eefje Kuijl zeigt, wie befreiend es sein kann, sich von diesen beengenden Stereotypen zu lösen, wie viel Mut man dafür braucht und dass es gar keine Rolle spielt, welches Geschlecht man hat – denn schließlich ist Glitzer für alle da! 

6 Kommentare