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Schlagwort: Politik

Rezension: Das Steinzeit-Virus | Xavier Müller

Thriller lese ich sehr selten. Aber irgendwas im Klappentext von Das Steinzeit-Virus hat bei mir genug Neugier erzeugt, um zumindest mal hineinlesen zu wollen. Nun: ich war sechs Stunden beschäftigt und habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen …

Worum geht’s?

Wie viel Tier steckt noch in uns? Kruger-Nationalpark, Südafrika: Von einem mysteriösen Virus befallen, mutiert ein Elefant innerhalb weniger Tage zu einer prähistorischen Spezies mit vier Stoßzähnen. Wenig später sind auch Affen, Zebras und andere Arten von der Epidemie betroffen. Während die französische Paläontologin Anna Meunier nach den Ursachen sucht, greift das Virus auf den Menschen über.

Innerhalb weniger Tage wird die Zeit um Millionen Jahre zurückgedreht: Homo sapiens wird Homo erectus. Panik bricht aus in New York, Paris, Genf und bald auf der ganzen Welt angesichts dieser mit Fell überzogenen, stummen und unberechenbaren Gestalten. Meunier und ihr Team versuchen verzweifelt, die Regression der Menschheit zu stoppen. Und sie müssen sich die Frage stellen: Sind das noch Menschen oder Bestien, die es zu bekämpfen gilt?

Interessante wissenschaftliche Handlung

In diesem Thriller habe ich Wissenschaft erwartet, schließlich geht es um eine Pandemie, in der ein Virus die Evolution umkehrt. Medizin, Forschung, Biologie – logisch, dass solche Elemente im Zentrum der Handlung stehen. Was mich überrascht hat (rückblickend hätte ich aber wirklich damit rechnen können) war die Rolle, die die Politik für die Handlung spielt. Weltorganisationen und lokale politische Akteure kämpfen mindestens verbal gegeneinander, während sie gemeinsam versuchen das Virus in den Griff zu bekommen. Besonders die Entscheidungsfindung auf hoher politischer Ebene wird komplex und frustrierend dargestellt – sehr realitätsnah, würde ich sagen.

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Rezension: Klima. Deine Zeit läuft ab | David Klass

Wie ihr unschwer an den hier besprochenen Büchern erkennen könnt: Krimis und Thriller stehen normalerweise nicht auf meiner Buch-Speisekarte. Ich lese solche Geschichten einfach nicht besonders gern (die schaue ich mir lieber im Serienformat an). Nur wenige großartige Bücher bilden hier die Ausnahme von der Regel. Als Teenager habe ich zum Beispiel die Erdbeerpflücker-Reihe gelesen oder den Dritten Zwilling von Ken Follett. Als ich vor einigen Monaten aber bei der Arbeit kurz in Klima. Deine Zeit läuft ab hineinschnuppern konnte, hat mich das erste Kapitel direkt gepackt. Mitte März erschien das Buch jetzt offiziell und ich konnte es kaum erwarten, endlich weiterzulesen!

Das Thema Klimakrise ist, wie wir alle wissen, topaktuell und wird so schnell auch nicht wieder verschwinden. Die Entscheidungen, die auf politischer Ebene getroffen werden, um auf den Klimawandel zu reagieren, reichen hinten und vorne nicht. Demonstrierende Aktivist:innen werden zu Verhandlungen aufgefordert, scheinbar ohne, dass den Entscheidungsträger:innen bewusst ist, dass es keinerlei Verhandlungsspielraum gibt und dass politische Kompromisse bei diesem Thema schlicht nicht möglich sind. Der Thriller Klima. Deine Zeit läuft ab haut genau in diese Kerbe:

Ein Kommentar

[Rezension] (+ BLITZGEWINNSPIEL) Aber nicht in diesem Ton, Freundchen! ~ Barbara.

Der Bastei Lübbe Verlag hat mir freundlicherweise ein zweites Exemplar dieses Buches zur Verfügung gestellt – damit ich es an euch weitergeben kann! Auf Instagram findet ihr das zugehörige Blitzgewinnspiel, durch einen Kommentar unter dieser Rezension könnt ihr euch einen weiteren Platz im Lostopf sichern – doch der Kommentar allein reicht nicht. Das eigentliche Gewinnspiel findet auf Instagram statt (obwohl Instagram damit nichts zu tun hat!). Zeit habt ihr dafür bis 23:59 Uhr am morgigen Donnerstag, den 24.05.2018.

Nach ihrem Debüt “Dieser Befehlston verletzt meine Gefühle” und dem nicht minder gelobten Nachfolger “Hass ist krass. Liebe ist krasser” folgt nun der Abschluss der Triologie: Gleiches Format, gleicher Umfang, gleiche Qualität. “Aber nicht in diesem Ton, Freundchen!” ist der fulminante Schlusspunkt einer Werkschau, die in vielerlei Hinsicht absolut einmalig ist. Selten war Kunst so populär, und selten war Populäres so kunstvoll. Hier findet ihr Infos zur Künstlerin.


Rezension

Schon seit einer ganzen Weile verfolge ich, was Barbara. so treibt. Wer hinter dem Pseudonym steckt, weiß niemand. Barbara. könnte also auch ein Kerl sein, wer weiß? Der Einfachheit halber werde ich hier weibliche Pronomen verwenden. Also was macht sie überhaupt?

Barbara. klebt. Frei nach dem Motto “Das Kleben ist schön” ist kein Straßen- oder Verbotsschild, kein Nazisticker vor ihr sicher. Botschaften voller Hass und Zorn oder Schilder und Graffitis im Befehlston werden von Barbara. in etwas positives verkehrt oder auf eine so humorvolle Art und Weise kommentiert, dass es sehr schwer fällt, die ursprüngliche Botschaft noch ernst zu nehmen.
So wird aus “Parken verboten” schnell mal “Hetzen verboten. #RefugeesWelcome” und wer ein Schild mit “Bekleben verboten” an seine Mauer hängt (im Zweifelsfall anklebt und damit gegen das eigene Verbot verstößt), der darf sich möglicherweise bald über ein komplett mit Stickern dekoriertes Schild freuen – voller Einhörner, Glitzer und Blümchen. Schließlich muss der schroffe Befehlston irgendwie kompensiert werden … Vor einer Pfütze steht nun ein Schild mit der Aufschrift “Tu nicht so erwachsen. Hüpf rein! :-)” und unter dem Namensschild “Vladislav” auf einem Briefkasten verursacht das hinzugefügte “Baby don’t hurt me. Don’t hurt me no more.” einen Ohrwurm.

https://www.instagram.com/p/BggBN5kF0QL/?taken-by=ich_bin_barbara

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[Rezension] Rise – Die Ankündigung (Kim Nina Ocker)

Titel: Rise – Die AnkündigungI
Autor(in): Kim Nina Ocker
Verlag: Forever by Ullstein
Format: ePub
Seitenzahl: 256
Erschienen: April 2015
ISBN: 978-3-95818-038-3
Preis: 3,99€
Erworben: Juli 2015; Vielen Dank für das Rezensionsexemplar!

Erste Worte: Ich presste mir die Hand auf Mund und Nase und bedeutete Rachel, still zu sein. Aber ihre Lippen zuckten bereits verräterisch und mir war klar, dass es nicht mehr lange dauern würde, bis wir uns vor Lachen auf dem Boden kugeln würden.

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