Zum Inhalt springen

Schlagwort: Gewalt

Rezension: Nevernight 2. Das Spiel | Jay Kristoff

Band 1 von Nevernight hat mich gut unterhalten, aber nicht so richtig vom Hocker gehauen. Trotzdem wollte ich nach dem echt fiesen Cliffhanger wissen, wie es mit der jungen Assassinin Mia Corvere in Das Spiel weitergeht.

Mia kehrt zurück nach Gottesgrab, die Stadt der Brücken und Gebeine. Als Assassine folgt sie den Befehlen der Roten Kirche aufs Wort und tötet, ohne Fragen zu stellen. Ihr eigentliches Ziel bleiben jedoch die Männer, die ihre Familie auf dem Gewissen haben: Konsul Scaeva und Kardinal Dumo.
Als Mia herausfindet, dass der Assassinenorden in Wahrheit Scaeva schützt anstatt ihr zu helfen, kehrt sie ihm den Rücken und fasst einen folgenschweren Entschluss: Sie verkauft sich selbst in die Sklaverei, um als Gladiatorin bei den Großen Spielen anzutreten. Denn dem Gewinner, so heißt es, wird eine private Audienz bei der Elite des Reiches gewährt … Ist das ihre Chance, an Scaeva und Dumo heranzukommen?

Quelle

Dieser kurze Klappentext verrät schon, worauf der Fokus in Das Spiel liegt: während Band 1 sich zwar stark an historischen römischen Elementen orientiert hat, steigen wir jetzt so richtig in die Gladiatorenkampf-Kultur ein und durchlaufen mit Mia so einige schwere Etappen auf dem Weg zu ihrer Rache.

Einen Kommentar hinterlassen

Rezension: Wie du mich siehst | Tahereh Mafi

Wie auch V. E. Schwab steht diese Autorin schon einige Jahre weit oben auf meiner irgendwann-mal-Liste. Dieses Frühjahr habe ich mir endlich Zeit für eines ihrer Bücher nehmen können: Wie du mich siehst.

Wir begleiten Shirin in ihrem Highschool-Alltag und erleben mir ihr erstmals zarte Gefühle einem Jungen gegenüber. Doch Shirin führt nicht das “normale” Leben einer weißen amerikanischen Sechzehnjährigen, denn sie ist Muslima und trägt ein Kopftuch. Das führt zu sehr unangenehmen Situationen, um es mal sehr, sehr vorsichtig auszudrücken. Ihre Familie zieht außerdem häufig um, weshalb sie sich inzwischen keine Mühe mehr gibt, Anschluss zu finden. Und dann ist da plötzlich Ocean. Der Typ aus ihrem Bio-Kurs, der sie nicht von vornherein zu verurteilen scheint. Kann sie ihm trauen? Und viel wichtiger: kann sie ihren Schutzschild öffnen?

Einen Kommentar hinterlassen

Rezension: Alle drei Tage. Warum Männer Frauen töten und was wir dagegen tun müssen | Laura Backes & Margherita Bettoni

Triggerwarnung

Wie der Titel erahnen lässt, behandelt dieses Buch Femizide: Morde an Frauen, meist durch Männer. Diese und andere (teilweise sexualisierte) Gewalthandlungen gegen Frauen werden nicht nur im analytischen Teil genannt, sondern auch in Protokollen von den Opfern selbst detailliert beschrieben. Wenn das etwas ist, das bei dir triggernd wirkt, dann solltest du das Buch nicht lesen. Das Buch selbst enthält ebenfalls eine Triggerwarnung.

In dieser Rezension bemühe ich mich, triggernde Inhalte zu vermeiden, doch durch das Thema des Buches ist das leider nicht immer möglich. Konkrete Beispiele werden von mir nicht genannt. Sollte dir beim Lesen etwas auffallen, das anders geschrieben weniger schädlich ist, dann mach mir bitte in den Kommentaren oder per E-Mail einen Verbesserungsvorschlag und ich korrigiere das schnellstmöglich!

Vor der Lektüre

Zahlen, Daten, Fakten – das ist es, was ich mir von Alle drei Tage erhofft habe. Ich erwartete gut recherchiertes Wissen und praktisch umsetzbare Vorschläge, wie man die allgemeine Situation für Frauen verbessern kann, denn das verspricht der Untertitel. Auch mit Emotionen habe ich gerechnet: Bei diesem Thema fällt es wahrscheinlich den meisten Menschen schwer, gefühlskalt zu bleiben.

Vorab zitiere ich zwei Textstellen, die meiner Meinung nach enorm wichtig für das Verständnis dieses Buches sind:

Wir sprechen in der Regel von “Männern” und “Frauen” – verstehen das aber nicht im zweigeschlechtlichen Sinn. Denn wir sind uns zum einen bewusst, dass das Problem genauso trans* Frauen und trans* Mädchen betrifft. Zum anderen wissen wir, dass geschlechtsspezifische Gewalt sich auch gegen Menschen richtet, die sich als nichtbinär verstehen beziehungsweise sich nicht als Frauen identifizieren, aber von den Tätern als solche wahrgenommen werden.

Alle drei Tage, Seite 14

Neben diesem inklusiven Verständnis gefällt mir sehr gut, dass die Autorinnen sich auf die Opfer konzentrieren, nicht auf die Täter. (Täter gendere ich bewusst nicht, da in diesem Kontext Männer gemeint sind.) Das passiert in öffentlicher Berichterstattung zu genüge und, so merkwürdig es bei diesem ernsten Thema auch klingen mag, ich fand es sehr erfrischend diesen Perspektivwechsel zu lesen. Ich wünsche mir, dass sich beispielsweise Zeitungsartikel zukünftig in diese Richtung bewegen.

Eines unserer wichtigsten Anliegen war es, Frauen in den Mittelpunkt unseres Buches zu stellen. Wenn über einen Femizid in den Medien berichtet wird, liegt der Fokus häufig auf dem Täter. Man erfährt, was der Mann für ein Mensch war, welche Hobbys er hatte und welche Gefühle ihn vermutlich zum Mord bewegt haben. Wir dagegen möchten mit diesem Buch den Frauen eine Stimme geben. Zwischen den analytischen Kapiteln finden sich deshalb die Protokolle von fünf Frauen, die einen Femizidversuch überlebt haben.

Alle drei Tage, Seite 16 f.
Einen Kommentar hinterlassen

[Rezension] Ein Käfig aus Rache und Blut | Laura Labas

Verlag: Drachenmond Verlag
Format: TB
Seitenzahl: 320
Erschienen: 20.08.2016
ISBN: 978-3-95991-291-4
Preis: 12,90€
Erworben: Oktober 2016 (FBM; signiert)

Erste Worte: Ich wusste, dass ich zu spät kommen würde, sogar schon, als ich es noch hätte verhindern können. Schuld allein war das Buch, das mich derart gefesselt hatte.

4 Kommentare

[Rezension] Spinnenfeuer. Elemental Assassin 6 | Jennifer Estep

csm_produkt-12549_9a30e43056Verlag: Piper
Format: TB
Seitenzahl: 400
Erschienen: 04.10.2016
ISBN: 978-3-492-28081-5
Preis: 12,99€
Erworben: Oktober 2016. RezEx des Verlags.

Erste Worte»Du brauchst mal Urlaub.« Ich sah von der Tomate auf, die ich gerade schnitt, und starrte über den Tresen zu Finnegan Lane, meinem Ziehbruder und Partner in unzähligen mörderischen Unternehmungen. »Urlaub? Ich mache nie Urlaub«, erklärte ich. »Ich habe ein Barbecue-Restaurant zu führen, nur für den Fall, dass du es vergessen hast.«

1 Kommentar