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Buchstabensalat Beiträge

Rezension: Klima. Deine Zeit läuft ab | David Klass

Wie ihr unschwer an den hier besprochenen Büchern erkennen könnt: Krimis und Thriller stehen normalerweise nicht auf meiner Buch-Speisekarte. Ich lese solche Geschichten einfach nicht besonders gern (die schaue ich mir lieber im Serienformat an). Nur wenige großartige Bücher bilden hier die Ausnahme von der Regel. Als Teenager habe ich zum Beispiel die Erdbeerpflücker-Reihe gelesen oder den Dritten Zwilling von Ken Follett. Als ich vor einigen Monaten aber bei der Arbeit kurz in Klima. Deine Zeit läuft ab hineinschnuppern konnte, hat mich das erste Kapitel direkt gepackt. Mitte März erschien das Buch jetzt offiziell und ich konnte es kaum erwarten, endlich weiterzulesen!

Das Thema Klimakrise ist, wie wir alle wissen, topaktuell und wird so schnell auch nicht wieder verschwinden. Die Entscheidungen, die auf politischer Ebene getroffen werden, um auf den Klimawandel zu reagieren, reichen hinten und vorne nicht. Demonstrierende Aktivist:innen werden zu Verhandlungen aufgefordert, scheinbar ohne, dass den Entscheidungsträger:innen bewusst ist, dass es keinerlei Verhandlungsspielraum gibt und dass politische Kompromisse bei diesem Thema schlicht nicht möglich sind. Der Thriller Klima. Deine Zeit läuft ab haut genau in diese Kerbe:

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Rezension: Aurora erwacht. Aurora Rising 1 | Amie Kaufman, Jay Kristoff

Während in den Social Media ein richtiger Hype um Jay Kristoff und seine Bücher entstand, war ich damit beschäftigt, andere Bücher zu feiern. Die Mercy Thompson-Reihe von Patricia Briggs zum Beispiel, oder Giants von Sylvain Neuvel. Das ist inzwischen ein paar Jahre her. Nachdem der Hype jetzt etwas abgeflaut ist, habe ich mich an Illuminae (von Kristoff und Kaufman) und Nevernight – Die Prüfung („nur“ Kristoff) gewagt. Und diese beiden Bücher sind wirklich gut, jedes auf seine ganz eigene Weise. Ich bin nicht ganz so fanatisch wie viele andere Leser:innen es zu sein scheinen, aber ich habe die Bücher wirklich, wirklich gern gelesen.

Und ich giere nach den Fortsetzungen. (Ja, die sind schon erschienen, aber Geld, Leute, Geld und Zeit!)

Als ich jetzt also via NetGalley in Aurora erwacht (engl.: Aurora rising) hineinlesen konnte, habe ich mich riesig gefreut! Denn der Klappentext dieser Geschichte hat mir noch viel besser gefallen als der von beispielsweise Nevernight:

Tyler, frisch ausgebildeter Musterschüler der besten Space Academy der ganzen Galaxie, freut sich auf seinen ersten Auftrag. Als sogenannter „Alpha“ steht es ihm zu, sein Team zusammenzustellen – und er hat vor, sich mit nichts weniger als den Besten zufrieden zu geben. Tja, die Realität sieht anders aus: Er landet in einem Team aus Losern und Außenseitern:

Scarlett, die Diplomatin – Sarkasmus hilft immer (not.)
Zila, die Wissenschaftlerin – dezent soziopathisch veranlagt
Finian, der Techniker – besser: der Klugscheißer
Kaliis, der Kämpfer – es gibt definitiv Menschen, die ihre Aggressionen besser unter Kontrolle haben
Cat, die Pilotin – die sich absolut nicht für Tyler interessiert (behauptet sie zumindest)

Doch dieses Katastrophenteam ist nicht Tylers größtes Problem. Denn er selbst ist in den verbotenen interdimensionalen Raum vorgedrungen und hat ein seit 200 Jahren verschollenes Siedlerschiff gefunden. An Bord 1.000 Tote und ein schlafendes Mädchen: Aurora. Vielleicht hätte er sie besser nicht geweckt. Ein Krieg droht auszubrechen – und ausgerechnet sein Team soll das verhindern. Ouuups. Don’t panic!

Quelle: Verlagswebsite
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5 Kurzrezensionen: Science Fiction

Mein alter Blog WatchedStuff hat 2 Jahre pausiert, bevor ich mit Buchstabensalat einen Neustart gewagt habe. Dass ich nicht gebloggt habe heißt aber noch lange nicht, dass ich in der Zeit keine Bücher gelesen hätte! Ich habe auch fleißig in meinem Notizbuch protokolliert, was mir gefallen hat und was nicht. Und weil es zu schade wäre, diese Bücher stillschweigend zu vergessen, möchte ich sie in einigen Kurzrezensionen aufgreifen. Diese sind thematisch zusammengefasst, sodass ihr gleich wisst, ob die besprochenen Bücher für euch interessant sein könnten.

Nachdem es letztes mal um Fantasy-Romane ging, widmen wir uns heute Science Fiction-Büchern. Wir reisen in die Zukunft, treiben im Weltall herum, erforschen ungemütliche Theorien zum Thema Tod – und vielleicht sind wir gar nicht allein auf unserem schönen blauen Planeten … Viel Spaß beim Lesen!

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Rezension: Ruth Bader Ginsburg. 300 Statements der berühmten Supreme-Court-Richterin | Hrsg. Helena Hunt

Wer war Ruth Bader Ginsburg?

Ruth Bader Ginsburg ist am 18. September 2020 mit 87 Jahren verstorben und hinterlässt ein langes Leben voller Kämpfe um Gerechtigkeit und Gleichberechtigung. Ich habe schon oft ihren Namen gehört, insbesondere im Zusammenhang mit Feminismus, aber ich habe mich nie näher mit ihr beschäftigt. Deshalb habe ich die Chance ergriffen, die sich mir mit diesem Buch bot, um etwas über die Person zu lernen, die so sehr gefeiert wurde. Denn Ginsburg gilt, so der Infotext des Verlags, als „feministische Ikone“, und war Richterin am Supreme Court der USA.

Für alle, die wie ich nicht allzu viel Ahnung vom US-amerikanischen Justizsystem haben: der Supreme Court ist der oberste Gerichtshof der USA. Er besteht aus 9 Richter:innen, die zum Beispiel die Verfassungsmäßigkeit von Entscheidungen anderer Gerichte (z.B. Bundes- oder Bezirksgerichte) beurteilen. Diese Richter:innen haben ihr Amt auf Lebenszeit inne und werden „auf Vorschlag des Präsidenten vom Senat berufen“.1

Ruth Bader Ginsburg war 27 Jahre lang Richterin am Supreme Court und hatte bei ihrer Berufung bereits eine lange Karriere als Richterin hinter sich. In all der Zeit scheint sie viele einprägsame und wichtige Reden und Plädoyers gehalten zu haben. Einige davon sind auszugsweise in diesem Buch zusammengefasst.

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Rezension: Balkon. Einrichten – Pflanzen – Genießen | Lotte Coers

Ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber mir juckt es bei den ersten kräftigen Sonnenstrahlen des Jahres immer in den Fingern: ich will aus dem Haus raus, meine Finger in Erde vergraben und meinen Balkon auf Blumen und Gemüse vorbereiten. Ich will die Nase in den Wind halten, tote Pflanzen entsorgen, den Dreck des Winters wegschrubben. Kaputte Töpfe entsorgen und neue Saat ausbringen.

Auch dieses Jahr voller Kompromisse und Einschränkungen (die total berechtigt und nötig sind, btw) macht darin keinen Unterschied. Bei allen Säuberungsaktionen und dem Aussäen von Tomaten, Zucchini und Salaten auf der Fensterbank (draußen ist es halt noch etwas zu kalt) kommt mir aber auch immer das Grübeln: wie kann ich meinen Mini-Balkon noch schöner gestalten? Schöner, aber auch praktischer? Ich bin ja froh, überhaupt einen Balkon zu haben, aber er ist nun mal klein und hat 2 Türen. Viele tolle Sachen, die ich anderswo entdecke, lassen sich bei mir einfach nicht umsetzen.

Deshalb habe ich neugierig in den Ratgeber Balkon. Einrichten – Pflanzen – Genießen von Lotte Coers hineingeschaut, auf der Suche nach praktisch anwendbaren Tipps und Tricks, nach Inspiration und cleveren Ideen für platzsparendes Gärtnern auf dem Balkon. Auch DIYs habe ich mir gewünscht oder Tipps, wie beim Einrichten Geld gespart werden kann.

Aufbau

Das Buch hat ein kleines Format und ist sehr handlich, dabei aber auch von guter Qualität. Balkon ist unterteilt in 7 Kapitel, allerdings hätte man einige deutlicher benennen können. Überschriften wie „Grün“ oder „Von drinnen nach draußen“ helfen leider nicht besonders bei der Suche nach speziellen Infos. Die Fotos und Illustrationen passen super zusammen. Es gibt mehrere Interviews mit verschiedenen Experten, zum Beispiel mit einem Designer und einer Imkerin. Auch Rezepte für Drinks oder zum Grillen stehen im Buch. Mein erster Eindruck war sehr gut und ich war gespannt, was für Tipps ich beim genaueren Lesen entdecken würde.

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