Zum Inhalt springen

Media Monday 716

Der Media Monday ist eine wöchentliche Aktion des Blogs Medienjournal. Jeden Sonntagabend stellt Wulf dort einen Lückentext online, der Fragen zu Filmen, Serien, Büchern und auch allgemeineren Themen stellt. Als mein Blog vor einigen Jahren noch WatchedStuff hieß, habe ich regelmäßig bei der Aktion mitgemacht. Das möchte ich jetzt wieder (mehr oder weniger regelmäßig) tun. Es wird bestimmt nicht jede Woche klappen, weil ich nicht dazu komme oder weil mir zu den Fragen schlicht nichts Gutes einfällt. Aber mit dem Media Monday 716 bin ich in einen neuen Abschnitt des Media Monday auf meinem Blog gestartet. Viel Spaß beim Lesen!

Fall ihr selbst bei der Aktion mitmachen möchtet oder euch die vergangenen Lückentexte interessieren, dann besucht diese Seite im Medienjournal!

Der fette Text ist das Original, meine Ergänzungen sind normal geschrieben.

Schlagwort-Wolke zur Ausgabe Media Monday 716 in den Farben Rot, Blau, Braun und Lila.

1. Ich gerate regelmäßig ins Schwärmen, wenn ich über Stray Kids spreche. Seit einigen Jahren verfolge ich die Gruppe nun schon in ihrer Kunst und ihrem Content, und habe inzwischen eine Freundin erfolgreich angesteckt. Am Freitag erscheint das neue Album Mixtape: dominATE und ich kann es kaum erwarten. Die ersten Teaser sind so gut! Leider habe ich den „ticket war“ verloren und keine Konzertkarten für ihren ersten Deutschland-Auftritt seit Jahren ergattern können. Irgendwann schreibe ich mal ein, zwei Beiträge darüber, was den Reiz von Stray Kids für mich ausmacht. Hier einer der ersten Teaser zum neuen Album:

2. Die Disney-Realverfilmung von Schneewittchen, die dieses Jahr ins Kino kommt, ist schon beinahe ein Flop mit Ansage, denn wie viele Wiederholung der immer gleichen Geschichten braucht es denn noch? (Flop interpretiere ich jetzt mal inhaltlich, nicht unbedingt finanziell.) Ich persönlich giere geradezu nach neuen Geschichten in Film und Serie, neuen Ideen und neuen Erzählwelten.

Klar, die alten Klassiker sind irgendwo auch Garant dafür, zumindest ein paar Leute ins Kino zu locken, aber wie oft kann man ein und dieselbe Story neu interpretieren (von den vorprogrammierten Online-Shitstorms nach dem Motto „ich habe mir das aber ganz anders vorgestellt!“ ganz zu schweigen)? Es gibt so viele Bücher, die Verfilmungen verdient hätten und bestimmt ebenso viele Drehbuchautor*innen mit ganz eigenen Geschichten, die erzählt werden wollen! Könnte man denen nicht mal eine Chance geben?

3. Ganz ehrlich, es grenzt an Genialität, dass man als Arbeitnehmer*in im Einzelhandel unter der Woche freie Tage haben kann – wer am Samstag arbeitet braucht eben an einem anderen Tag Freizeitausgleich. Man schafft so viel, wenn andere Menschen arbeiten! Keine langen Schlangen vor Kassen oder Umkleidekabinen in Geschäften, die Busse sind nicht überfüllt, …

4. Das Wetter hat mir meinen letzten Urlaub gehörig verleidet, denn ich bin so krank geworden, dass Atmen zu können an Glück grenzte. Immerhin habe ich die Urlaubstage durch die Krankschreibung zurückbekommen, um mich ein andermal vernünftig zu erholen! In solchen Momenten mag ich die strikten Gesetze Deutschlands …

5. Nicht genug damit, dass Faschisten in Talkshows gerufen werden; die zunehmende Akzeptanz dieser „Meinungen“, die kommentarlos und ohne fundierte Wertung neben Wissenschaft und Fakten stehen dürfen, ist wirklich erschreckend – nicht überraschend (leider), aber erschreckend.

6. Labskaus ist mein liebstes Mittagsessen, wenn es mal schnell gehen soll und satt machen muss: Kartoffeln, Corned Beef, saure Gurken und je nach Geschmack Hering, Rote Beete und/oder Spiegelei mit ein paar Gewürzen ergeben eine großartige Matschepampe, die richtig lecker ist.

7. Zuletzt habe ich Die Furien. Frauen, Rache und Gerechtigkeit gelesen und das war aufreibend, gelinde ausgedrückt, weil dieses Buch so wütend macht. Die Autorin Elizabeth Flock, eine Journalistin, hat drei Frauen über mehrere Jahre begleitet und darüber hinaus intensive Recherche betrieben – das Ergebnis ist ein Erlebnisbericht über Machtlosigkeit und drei sehr unterschiedliche Versuche von gewaltbereiten Frauen, aus ihrer Position der Schwäche auszubrechen.

Beim Lesen schwankte ich oft zwischen hilfloser Verzweiflung und brodelnder Wut angesichts der patriarchalen Strukturen, Polizeiversagen (oder eher der Verweigerung der Polizei, etwas zu unternehmen), Korruption und noch so viel mehr. Ich verstehe, warum diese Frauen zu ihren jeweiligen Waffen griffen und auch wenn ich nicht alles gutheiße, was sie getan haben, ist es frustrierend zu lesen, wie sie alle am System scheiterten.

Wer die Thematik vertragen kann, ohne getriggert zu werden, sollte sich Die Furien mal genauer anschauen. Ich schreibe gerade an der Rezension zum Buch.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert